DER DEUTSCHE SCHMERZ- UND PALLIATIVTAG
Schmerzkongress

Daniel Bahr, MdB Bundesminister für GesundheitGrußwort

Daniel Bahr, MdB
Bundesminister für Gesundheit

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Griff auf ein heißes Backblech zeigt uns: Akute Schmerzen haben eine Warnfunktion für unseren Körper. Wir ziehen unsere Hand weg und
schützen uns vor schlimmeren Verletzungen. Bei vielen Menschen haben
Schmerzen diese Funktion als Warn- und Leithinweis verloren. Schmerz ist bei ihnen eine eigenständige Erkrankung.

In Deutschland leben rund zwölf Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen. Häufig sind starke Rücken- oder Kopfschmerzen, nicht selten Nerven- oder Tumorschmerzen ihre regelmäßigen Begleiter. Schlafstörungen bis hin zur sozialen Entfremdung durch abnehmende Teilnahme am sozialen Leben gehören mit zu den schwerwiegenden Folgen.

Eine besondere Aufgabe unseres Gesundheitswesens ist es, Patientinnen und Patienten durch eine bestmögliche medizinische Versorgung unnötige Schmerzen zu ersparen. Die Schmerz- und Palliativmedizin hilft hier den Menschen. Deshalb setze ich mich für die Stärkung der Schmerztherapie ein. So enthält die vom Bundesgesundheitsministerium unterstützte Plattform Nationale Gesundheitsziele mit dem neuen Gesundheitsziel »Gesund älter werden« einen wichtigen Baustein zur Verbesserung der Schmerzsituation im Alter. Darüber hinaus werden von uns aber auch noch weitere Initiativen und Projekte zum Ausbau der Schmerztherapie in Deutschland finanziell gefördert. Und mit der aktuellen Änderung der Approbationsordnung für Ärzte wird die Schmerztherapie ausdrücklich als Querschnittsbereich genannt und damit in ihrer Bedeutung für die ärztliche Ausbildung gestärkt.

Denn gerade für die betroffenen Menschen ist es wichtig, dass sich die Ärztinnen und Ärzte rechtzeitig mit den Vorzügen einer interdisziplinären Schmerzforschung und – therapie vertraut machen. Gerade deshalb müssen weitere, verbesserte Konzepte gesucht werden, um wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis anzuwenden sowie die Palliativmedizin zukunftsorientiert zu stärken.

Der Deutsche Schmerz- und Palliativtag 2013 setzt hier die richtigen Impulse. Es ist ein wesentlicher Verdienst des jährlich stattfindenden Kongresses, dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse der Schmerzforschung und die spezifischen Herausforderungen der Schmerztherapie klinisch tätigen Ärzten vorgestellt werden.

Daher freue ich mich über das ungebrochene Interesse am Deutschen Schmerz- und Palliativtag und wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vier informative Kongresstage in Frankfurt/Main.

Daniel Bahr, MdB
Bundesminister für Gesundheit

 

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